Vom Funktionsmodus zurück in deine Selbstverantwortung

Gestern war kein besonderer Tag.

 

Ich saß am Laptop und habe an meinem neuen Angebot gearbeitet. Worte verschoben, Sätze geprüft,

Bilder eingefügt. Diese Art von Arbeit, bei der ich die Zeit vollkommen vergesse.

 

Und währenddessen lief das Leben trotzdem weiter.

 

Eine Matheaufgabe brauchte Erklärung.

Das Abendessen wollte vorbereitet werden.

Die Wäsche musste noch sortiert werden.

Mein Sohn forderte seine Aufmerksamkeit.

Und das Geschirr vom Mittag wollte noch sauber gemacht werden.

 

Ich habe all das getan und auch ohne große Mühe geschafft. Dennoch fühlte ich mich nicht wohl bei diesem Gedanken.

Ich hatte das Gefühl alles allein zu tragen. Wie so oft.

 

Erst am Abend wurde mir bewusst, wie sehr ich wieder im Funktionsmodus unterwegs war.

Dieses leise Gefühl, alles gleichzeitig zu tragen – und dabei kaum selbst drin vorzukommen.

 

Es ist unbewusst mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit geworden. Vielleicht einfach aus Gewohnheit.

 

Und genau dort beginnt etwas Wichtiges:

Selbstwahrnehmung.

 


 

Zwischen Verantwortung und Selbstfürsorge

 

Vielleicht kennst du das.

 

Du organisierst.

Du hältst zusammen.

Du begleitest deine Kinder, deinen Partner, deinen Alltag.

 

Und irgendwo dazwischen wird dein eigenes Spüren leiser.

 

Nicht, weil du schwach bist.

Sondern weil du stark sein kannst.

 

Doch Stärke ohne Selbstfürsorge wird irgendwann zu innerer Daueranspannung.

Ich habe an dem Abend gemerkt:

Ich war nicht klar genug zu mir und meiner Familie. Ich habe angedeutet, was ich brauche – aber nicht klar ausgesprochen.

 

Und genau dort liegt oft der Wendepunkt.

 

Nicht in großen Entscheidungen.

Sondern im klar Grenzen setzen.

Im bewussten Aussprechen dessen, was wir brauchen.

 


 

Radikale Veränderung ist nicht immer notwendig – aber manchmal unvermeidbar

 

Ich glaube nicht daran, dass Veränderung immer sanft sein muss.

Aber ich glaube auch nicht, dass sie immer laut sein sollte.

 

Manchmal spürst du ganz leise – und doch unüberhörbar:

So geht es nicht weiter.

 

Nicht, weil du wütend bist.

Nicht, weil du überfordert zusammenbrichst.

Sondern weil du innerlich klar geworden bist.

 

Es gibt Momente, in denen etwas Neues so deutlich nach dir ruft, dass du merkst:

Solange ich das Alte festhalte, kann ich diesen Schritt nicht gehen.

 

Alte Rollen, die du übernommen hast.

Alte Muster, die dich immer wieder in dieselbe Erschöpfung führen.

Alte Dynamiken, in denen du dich selbst verlierst.

 

Wenn sie dich dauerhaft Energie kosten, dich klein halten oder dich von deinem eigenen Potenzial fernhalten,

dann kann ein klarer Schnitt heilsam sein.

 

Doch nicht jede radikale Veränderung ist Befreiung.

 

Radikale Schritte aus Überforderung entstehen oft im Zusammenbruch:

im Schreien, im plötzlichen Rückzug, im „Jetzt reicht’s!“

Sie kommen aus angestauter Wut, aus Nicht-gehört-werden, aus jahrelangem Übergehen der eigenen Grenzen.

Sie sind laut – weil vorher zu lange geschwiegen wurde.

 

Radikale Veränderung aus innerer Klarheit fühlt sich anders an.

Ruhiger.

Fester.

Nicht impulsiv – sondern entschieden.

 

Sie entsteht, wenn du erkennst:

Ich habe mich selbst immer wieder übergangen.

Ich habe meine Grenze gespürt – und trotzdem weitergemacht.

Ich habe gewartet, bis ich völlig erschöpft war, statt früher liebevoll zu handeln.

 

Und irgendwann kommt dieser Moment, in dem du sagst:

Ich übernehme Verantwortung. Nicht für alles. Aber für mich.

 

Dann ist dein Schritt klar. Deutlich.

Und manchmal endgültig.

 

Aber er ist nicht gegen jemanden gerichtet.

Er ist für dich.

 

Der Unterschied liegt nicht im Ausmaß der Veränderung.

Sondern in deiner Haltung.

 

Handle ich aus Überforderung – oder aus Bewusstsein?

Aus Trotz – oder aus Selbstachtung?

Aus Wut – oder aus innerer Klarheit?

 

Nicht jede Veränderung braucht einen Umbruch. Aber wenn du innerlich längst weißt,

dass etwas enden muss, dann darfst du diesen Schritt auch gehen.

 

Und manchmal beginnt er ganz unspektakulär –

mit einem einzigen Satz:

 

„Heute mache ich es anders.“

Veränderung im Alltag – ohne dein Leben zu sprengen

 

Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem wir oft ausweichen.

 

Es ist leichter, im Außen zu suchen.

Zu sagen: Wenn er anders wäre.

Wenn die Kinder verständnisvoller wären.

Wenn der Alltag nicht so voll wäre.

Wenn die Umstände sich ändern würden.

 

Und ja – manchmal sind äußere Bedingungen wirklich herausfordernd.

 

Aber wenn wir dauerhaft die Verantwortung für unser eigenes Erleben abgeben,

verlieren wir unsere Gestaltungskraft.

 

Dann entsteht leise Bitterkeit.

Unausgesprochene Erwartungen.

Und manchmal Risse im Miteinander.

 

Nicht, weil wir böse sind.

Sondern weil wir uns selbst nicht ernst genug genommen haben.

 

Wenn ich immer wieder alles allein mache und abends erschöpft bin,

dann kann ich meinen Frust nach außen richten.

Oder ich kann mich fragen:

 

Wo habe ich meine Grenze gespürt –

und sie nicht ausgesprochen?

 

Das ist kein Vorwurf -  es ist eine Einladung zur Ehrlichkeit.

 

Verantwortung zu übernehmen bedeutet nicht, alles auf dich zu laden.

Es bedeutet, deinen Anteil zu erkennen.

 

Und genau dort entsteht Wachstum.

 

Nicht im Schuldzuweisen.

Nicht im Kleinmachen.

Sondern im bewussten Hinsehen.

 

Denn Beziehungen tragen nur dann langfristig,

wenn wir nicht gegeneinander kämpfen –

sondern lernen, klar zu stehen.

 

Mitten im Familienalltag.

Mitten im Leben.


 

Warum ich einen Raum geschaffen habe

 

Aus genau diesen Erfahrungen heraus ist der Impulsraum entstanden.

 

Ein begleiteter Online-Raum für Frauen und Mütter,

die spüren, dass sie mehr wollen als Aushalten und Funktionieren.

 

Es geht nicht um Selbstoptimierung.

Es geht um Selbstverantwortung.

 

Nicht um laute Transformation.

Sondern um ehrliche innere Klarheit.

 

Im Impulsraum darfst du:

 

– deine Muster erkennen

– deine Emotionen verstehen

– deine Grenzen wahrnehmen

– deinen eigenen Weg bewusst gestalten

 

Schritt für Schritt.

Ohne Druck.

Ohne Perfektion.

 

Sondern in deinem Tempo.

 


 

Vielleicht beginnt Veränderung genau hier

 

Du brauchst keinen radikalen Neuanfang.

Vielleicht brauchst du einen Raum, in dem du dich wieder hörst.

 

Einen Raum, in dem du erkennst, dass Selbstfürsorge kein Egoismus ist.

Dass Klarheit keine Härte bedeutet.

Und dass bewusste Veränderung dein Umfeld nicht zerstört –

sondern stabilisieren kann.

 

Wenn dich dieser Text berührt hat, wenn du dich in deinem Alltag wieder erkennst und spürst,

dass dein Leben mehr sein darf als bloßes Funktionieren, dann könnte mein Impulsraum dein nächster Schritt sein.

Vielleicht begegnen wir uns dort.

Vielleicht beginnt dein Weg auch ganz anders.

 

Du musst nichts überstürzen.

Aber du darfst dich – und vor allem dein Gefühl – ernst nehmen.

 

Was auch immer dein nächster Schritt ist:

Geh ihn bewusst.

Und vor allem geh ihn für dich.

 

In Liebe

deine Impulsstifterin 💛

 

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