Über Selbstzweifel – und warum ich trotzdem weitergegangen bin

Es gab eine Zeit, da habe ich meine Entscheidungen ständig hinterfragt

und Selbstzweifel habe ich schon ziemlich lange in meinem Leben.

 

Nicht immer gleich stark.

Aber sie tauchen auf.

Manchmal ganz plötzlich.

Manchmal schleichend.

 

Dann sitze ich da und frage mich:

War das jetzt richtig?

Hätte ich es anders machen sollen?

Bin ich wirklich auf meinem Weg – oder bilde ich mir das nur ein?

 

Früher haben mich diese Gedanken ziemlich verunsichert.

Ich dachte, sie bedeuten, dass ich etwas falsch mache.

Oder dass ich noch nicht „weit genug“ bin.

 

Heute sehe ich das anders.

 


 

Selbstzweifel fühlen sich oft ganz unspektakulär an

 

Es ist nicht dieses große Drama.

Nicht dieses „Alles ist schlimm“.

 

Es ist eher dieses leise Ziehen.

Dieses Nachdenken am Abend.

Dieses kurze Innehalten, wenn alle anderen schon sicher scheinen.

 

Ich funktioniere.

Ich mache meinen Alltag.

Und trotzdem ist da diese Frage im Hintergrund.

 

Und weißt du was?

Das macht mich nicht schwach.

 

Es macht mich aufmerksam.

 


 

Der Moment, in dem ich etwas verstanden habe

 

Irgendwann habe ich gemerkt:

Ich warte die ganze Zeit darauf,

dass die Selbstzweifel verschwinden,

bevor ich weitergehe.

 

Aber so funktioniert es nicht.

 

Der Mut kam nicht, nachdem die Zweifel weg waren.

Er kam mit ihnen.

 

Ich bin weitergegangen,

obwohl ich nicht alles wusste.

Obwohl ich mir nicht sicher war.

Obwohl ich gezweifelt habe.

 

Und genau das hat etwas verändert.

 


 

Was mir heute hilft, wenn die Zweifel laut werden

 

Vielleicht kennst du das ja auch.

Diese Tage, an denen der Kopf einfach nicht ruhig wird.

 

Das hier hilft mir – ganz ohne großes Konzept:

 

  • Ich nehme meine Zweifel ernst, aber nicht wörtlich.

    Nur weil ein Gedanke da ist, muss er nicht wahr sein.

  • Ich frage mich nicht mehr: „Was stimmt nicht mit mir?“

    Sondern: „Was brauche ich gerade?“

  • Ich erinnere mich daran, wie oft ich schon weitergegangen bin.

    Auch früher. Auch mit Unsicherheit.

  • Ich erlaube mir, langsam zu sein.

    Klarheit kommt oft erst unterwegs.

Mut fühlt sich nicht immer mutig an

 

Das ist vielleicht das Wichtigste,

was ich gelernt habe:

 

Mut fühlt sich selten stark an.

Er fühlt sich oft zittrig an.

Zweifelnd.

Leise.

 

Aber er bewegt etwas.

 

Ich war nicht immer sicher.

Aber ich bin gegangen.

Schritt für Schritt.

 

Und im Rückblick merke ich:

Das war genug.

 


 

Wenn ich heute auf diese Phasen schaue

 

Dann denke ich nicht:

Warum war ich so unsicher?

 

Ich denke eher:

Gut, dass ich trotzdem weitergegangen bin.

 

Selbstzweifel gehören zu mir.

Aber sie entscheiden nicht über meinen Weg.

 

Das tue ich.

 

Und vielleicht reicht meine Erkenntnis auch für dich.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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