Warum Raum schaffen oft heilsamer ist als immer helfen zu wollen

Mitgefühl ist etwas Wunderschönes.

Es macht unser Herz weich.

Es verbindet.

Es lässt uns hinspüren.

 

Gerade wir Frauen – und insbesondere wir Mamas –

tragen davon oft sehr viel in uns.

 

Und genau deshalb geraten wir manchmal in Rollen,

die uns langsam müde machen.

 

Wenn Mitgefühl uns dahin bringt,

dauerhaft Verantwortung für andere zu übernehmen,

dann kostet es irgendwann mehr,

als es trägt.

 


 

Ich habe lernen müssen –

und das war nicht immer leicht –

dass wir niemanden retten können.

 

Niemanden.

 

So sehr wir es uns wünschen.

So sehr wir lieben.

So sehr wir sehen, was möglich wäre.

 

Jeder Mensch muss irgendwann

seine eigene Verantwortung annehmen.

Mit seinen Entscheidungen.

Mit seinen Wegen.

Mit seinen Konsequenzen.

 

Und so schwer das manchmal auszuhalten ist:

Darin liegt auch etwas Kraftvolles.

 

Wir haben immer eine Wahl.

Immer.

 


 

Wenn wir wirklich helfen wollen,

dann lassen wir den anderen

in seine Eigenverantwortung hineinwachsen.

 

Auch wenn es weh tut zuzusehen.

Auch wenn unser Herz schreit, einzugreifen.

Auch wenn wir am liebsten schützen, abfedern, auffangen würden.

 

Denn Wachstum geschieht nicht,

wenn wir ständig den Fallschirm öffnen,

bevor jemand den Sprung wagt.

 


 

Und genau hier beginnt Selbstermächtigung

 

Nicht kämpferisch.

 

Selbstermächtigung bedeutet für mich:

Ich erkenne, was meins ist –

und was nicht.

 

Ich darf Verantwortung zurückgeben,

ohne lieblos zu sein.

Ich darf vertrauen,

ohne mich abzuwenden.

 


 

Was ich dir – ganz ehrlich – mitgeben möchte

 

Vielleicht ist genau das der schwierigste Teil:

nicht mehr einzugreifen, wo wir es gewohnt sind.

 

Wenn du merkst, dass du oft Verantwortung trägst,

die eigentlich nicht deine ist,

dann könnten dir diese Gedanken helfen:

 

1. Kurz innehalten, bevor du handelst

Frag dich leise:

Werde ich gerade aus Liebe aktiv –

oder aus Angst, dass der andere es nicht schafft?

 

Allein diese Frage verändert oft schon etwas.

 

2. Verantwortung innerlich zurückgeben

Manchmal hilft ein stiller Satz wie:

Das ist nicht mein Weg. Ich darf ihn beim Anderen lassen.

 

Du musst das niemandem sagen.

Es reicht, wenn du es für dich klärst.

 

3. Das Vertrauen üben – in kleinen Momenten

Vertrauen entsteht nicht auf Knopfdruck.

Es wächst, wenn wir kleine Situationen aushalten,

ohne sofort zu retten.

 

Vielleicht stolpert der andere.

Vielleicht macht er Fehler.

Und vielleicht wächst genau dort etwas,

was ohne dein Eingreifen nie hätte entstehen können.

 

4. Dich selbst ernst nehmen

Frage dich:

Was kostet es mich, ständig einzuspringen?

Und was würde mir guttun, wenn ich einen Schritt zurücktrete?

 

Selbstermächtigung beginnt oft dort,

wo wir uns selbst wieder zuhören.

Zum Schluss noch ein Gedanke

 

Du musst niemanden retten,

um liebevoll zu sein.

 

Manchmal ist das Größte,

was wir schenken können,

Raum.

 

Raum für Entwicklung.

Raum für eigene Erfahrungen.

Raum für Verantwortung.

 

Und während der andere wächst,

darfst auch du ein Stück freier werden.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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