Was mich daran hinderte, ich selbst zu sein

Ich glaube, viele Frauen tragen diese Frage in sich.

Gerade wir Mütter.

 

Zwischen zwei To-dos.

Zwischen Verantwortung und Funktionieren.

 

Wann bin ich eigentlich ich?

 


 

Ich wollte vieles richtig machen

 

Ich wollte eine gute Tochter sein.

Eine verlässliche Partnerin.

Eine präsente Mama.

 

Und ganz ehrlich:

Ich habe oft gespürt,

was von mir erwartet wird –

noch bevor es jemand ausgesprochen hat.

 

Also habe ich mich angepasst.

Aus Liebe.

 


 

Als Mutter habe ich mich selbst oft nach hinten geschoben

 

Das passiert so leise.

Man plant für alle.

Man fühlt für alle.

Man hält alles zusammen.

 

Und irgendwo dazwischen

rutscht man selbst ein Stück nach hinten.

 

Nicht komplett.

Aber genug,

um sich irgendwann zu fragen:

Wo bin ich eigentlich geblieben?

Ich war gut darin, mich zusammenzunehmen

 

Ich konnte funktionieren.

Still sein, wenn es für die Situation besser war.

Nachgeben, wenn es einfacher schien.

 

Und lange habe ich das

für Stärke gehalten.

 

Heute weiß ich:

Es war Selbstschutz.

 


 

Erwartungen waren ständig im Raum

 

Nicht immer laut.

Aber spürbar.

 

Wie man als Frau ist.

Wie man als Mutter sein sollte.

Was dazugehört.

Was nicht.

 

Und irgendwann habe ich angefangen,

mich selbst durch diese Erwartungen zu sehen.

 

Nicht absichtlich.

Ganz automatisch.

 


 

Ich habe mich nicht verloren – ich habe mich angepasst

 

Das war eine wichtige Erkenntnis für mich.

 

Mein Ich war leiser geworden.

 

Meine Bedürfnisse.

Meine Grenzen.

Mein Nein.

 

Alles noch da –

aber oft hinten angestellt.

 

Und das kostet Kraft.

Mehr, als man lange merkt.

 


 

Heute merke ich schneller, wenn ich mich selbst verlasse

 

Und doch gibt es Tage da fällt es mir schwerer.

 

Aber ich spüre früher,

wenn ich wieder über mich hinweggehe.

 

Wenn ich Ja sage,

obwohl etwas in mir Nein meint.

 

Und dann halte ich öfter kurz inne.

Nicht immer.

Aber öfter.

Was ich dir als Frau, als Mama mitgeben möchte

 

Vielleicht liest du das

und denkst:

Ja. Genau so fühlt sich das an.

 

Dann darfst du wissen:

Du bist genau richtig, so wie du bist.

 

Vielleicht hast du einfach lange gelernt,

dich zurückzunehmen,

damit alles läuft.

 

Und vielleicht darfst du heute

anfangen, dich wieder ein bisschen wichtiger zu nehmen.

 

Nicht egoistisch.

Sondern ehrlich mit dir.

 

Zum Beispiel:

 

  • dir selbst öfter zuhören

  • deine Grenzen ernst nehmen

  • nicht alles erklären oder rechtfertigen

  • Raum für dich einfordern – ohne schlechtes Gewissen

 

Um wieder bei dir anzukommen.

 


 

Unter uns

 

Ich schreibe das nicht,

weil ich es geschafft habe.

 

Sondern weil ich merke, wie viel sich verändert,

wenn ich mich selbst nicht mehr ständig übergehe.

 

Und wenn du aus diesem Text

nur einen Gedanken mitnimmst,

der dich ein bisschen sanfter

mit dir selbst sein lässt –

dann war er genau richtig.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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