Mein Mut-Wort des Jahres: "Jetzt"

Weißt du, was mir irgendwann aufgefallen ist?

Dass ich unglaublich gut darin war, Dinge aufzuschieben.

 

Aber nicht irgendwelche Dinge.

Sondern meistens die,

die mit mir selbst zu tun hatten.

 

Ich habe meine Webseite erst öffentlich gemacht,

wenn sie sich für mich gut genug angefühlt hat.

Ich habe Pins erst veröffentlicht,

wenn wirklich kein Rechtschreibfehler mehr drin war. 

Ich habe Texte zwei-, drei-, viermal gelesen,

bevor ich sie gezeigt habe.

 

Nicht, weil es keinen Inhalt gab.

Sondern weil ich immer noch etwas verbessern wollte.

 


 

Für andere war ich übrigens sofort da.

Da habe ich nicht lange gezögert.

Nicht überlegt.

Nicht gezweifelt.

 

Wenn jemand Hilfe brauchte,

bin ich losgerannt.

 

Aber wenn es um mich ging,

um mein Vorangehen,

mein Sichtbarwerden,

mein Umsetzen –

dann wurde ich vorsichtig.

 

Oder perfektionistisch.

 

Heute weiß ich:

Das hatte wenig mit Qualität zu tun.

Und viel mit Zurückhalten.

 


 

Und dann kam dieses Wort auf meinem Weg.

 

Jetzt.

 

Nicht als Aufforderung.

Nicht als Druck.

Eher wie ein Schulterzucken und ein:

Eigentlich weiß ich es doch längst.

 


 

Ich habe gemerkt,

wie oft ich dachte:

Später entscheide ich mich.

Später gehe ich raus.

Später zeige ich mich.

 

Und ehrlich?

Dieses Später kam irgendwie nie.

 

Also habe ich mir irgendwann gesagt:

Okay.

Nicht perfekt.

Nicht fertig.

Aber jetzt.

Das war kein mutiger Moment.

 

Ich hatte immer noch Zweifel.

Immer noch dieses leise:

Reicht das schon?

 

Aber ich habe aufgehört,

darauf zu warten,

dass ich mich komplett sicher fühle.

 

Ich habe einfach entschieden,

mir selbst zu vertrauen.

 


 

Seitdem zerdenke ich weniger.

Ich gehe schneller ins Tun.

Nicht kopflos –

sondern verbundener.

 

Und ich schiebe mein eigenes Leben

nicht mehr ständig auf später.

 

Nicht, weil alles klar ist.

Sondern weil ich gemerkt habe:

Perfektion hält mich nicht sicher.

Sie hält mich zurück.

 


 

Was dir dieses „Jetzt“ schenken kann

 

Vielleicht ist das der Moment,

in dem du merkst:

Genau das kenne ich.

 

Dass du für andere losgehst.

Aber dich selbst warten lässt.

 

Dass du erst dann sichtbar werden willst,

wenn alles rund ist.

Fehlerfrei.

Unangreifbar.

 

Dieses Jetzt lädt dich nicht ein,

unüberlegt zu handeln.

 

Sondern ehrlich.

 

Es erlaubt dir, mit dem zu gehen,

was jetzt da ist – nicht erst mit dem,

was irgendwann perfekt sein wird.

 


 

Es kann dir schenken:

 

  • mehr Bewegung statt innerem Stillstand

  • mehr Vertrauen in dich

  • weniger Selbstzurückhaltung

  • mehr Lebendigkeit im Alltag

Zum mitnehmen für dich

 

Vielleicht gibt es auch in deinem Leben

etwas, das du schon lange vorbereitest.

 

Nicht, weil es noch nicht reif ist.

Sondern weil du dich selbst

noch ein bisschen zurückhältst.

 

Und vielleicht ist genau das

die Einladung dieses Textes:

 

Dich nicht klein zu machen,

während du wartest.

 

Sondern dir zu erlauben,

schon jetzt loszugehen.

 


 

Und vielleicht ist Mut manchmal

kein lautes „Ich kann das“.

 

Sondern dieses stille:

Jetzt bin ich dran.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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