Warum wir uns entschieden haben, ohne Nachrichten zu leben

Weißt du, manchmal fällt mir erst im Gespräch auf,

wie ungewöhnlich das für andere klingt.

 

Wenn ich sage, dass wir seit unserer Weltreise

keine Nachrichten mehr schauen.

 

Kein Radio.

Keine Push-Meldungen.

Kein tägliches „Hast du das schon gehört?“.

 

Nicht aus Ignoranz.

Und ganz sicher nicht, weil uns die Welt egal wäre.

 

Sondern, weil wir gemerkt haben,

dass etwas mit uns passiert ist.

 


 

Unterwegs hat sich unser Blick verändert

 

Auf unserer Weltreise haben wir so viele Menschen getroffen.

So viele Länder gesehen.

So viele Lebensrealitäten erlebt.

 

Und irgendwann ist mir aufgefallen:

Die Welt, die wir da draußen sehen,

hat wenig mit der Welt zu tun,

die uns Nachrichten jeden Tag zeigen.

 

Nicht, weil dort nichts Schlimmes passiert.

Das passiert.

Ohne Frage.

 

Aber weil Nachrichten fast immer

nur einen sehr kleinen,

sehr lauten Ausschnitt zeigen.

 

Und dieser Ausschnitt

hat angefangen,

uns innerlich zu verengen.

 


 

Nachrichten informieren – aber sie formen auch

 

Ich glaube, das ist etwas, über das wir viel zu selten sprechen.

 

Nachrichten informieren nicht nur.

Sie beeinflussen,

wie wir die Welt wahrnehmen sollen.

 

Wie sicher wir uns fühlen.

Wie viel Angst wir haben.

Wie viel Vertrauen.

 

Bei mir war es irgendwann so,

dass ich die Welt mehr durch Schlagzeilen gesehen habe

als durch meine eigenen Erfahrungen.

 

Und das hat sich nicht gut angefühlt.

Die Entscheidung war kein Protest – sondern Selbstschutz

 

Wir haben uns nicht hingesetzt

und gesagt:

Ab jetzt nie wieder Nachrichten.

 

Es war wachsende Erkenntnis.

 

Wir spürten und beobachteten.

 

Und dann kam dieses klare Gefühl:

Uns tut das gerade nicht gut.

 

Seitdem leben wir bewusst ohne Nachrichten.

Nicht weltfremd.

Aber wählerisch.

 

Wir entscheiden selbst,

was wir an uns heranlassen.

Und wie viel.

 


 

Was sich dadurch verändert hat

 

Die Welt ist für mich nicht plötzlich perfekt geworden.

Aber sie ist ruhiger.

 

Ich habe mehr Raum im Kopf.

Mehr Präsenz im Alltag.

Mehr Verbindung zu dem,

was direkt um mich herum passiert.

 

Ich sehe wieder Menschen –

nicht nur die Probleme.

Ich höre Geschichten –

nicht nur Katastrophen.

 

Und ich merke:

Ich kann mitfühlen,

ohne mich ständig überfluten zu lassen.

 


 

Mit eigenen Augen sehen heißt nicht, wegzuschauen

 

Ohne Nachrichten zu leben

heißt nicht, dass uns Leid egal ist.

 

Es heißt nur, dass wir uns fragen:

Wie viel davon kann ich tragen,

ohne mich selbst zu verlieren?

 

Und dass wir Verantwortung

für unsere innere Welt übernehmen.

 

Gerade auch als Eltern.

Gerade auch für unsere Kinder.

 


 

Was du aus dieser Erfahrung für dich mitnehmen kannst

 

Vielleicht liest du das und merkst,

dass dich Nachrichten oft belasten.

 

Dann musst du nicht radikal aussteigen, so wie wir es getan haben.

 

Aber vielleicht darfst du dir Fragen stellen wie:

 

  • Was macht der tägliche Nachrichtenkonsum mit mir?

  • Fühle ich mich danach informierter – oder hilfloser?

  • Was würde sich verändern, wenn ich bewusster auswähle,

    was ich an mich heranlasse?

 

Manchmal reicht es schon, eine Quelle weniger zu konsumieren.

Oder Pausen einzulegen.

 

Nicht aus Wegschauen.

Sondern aus Selbstverantwortung.

 


 

Warum diese Entscheidung für mich Freiheit bedeutet

 

Für mich heißt die Welt mit eigenen Augen sehen

nicht, alles wissen zu müssen.

 

Sondern wieder mehr zu spüren.

 

Zu unterscheiden, was wirklich Teil meines Lebens ist

– und was nicht.

 

Und mir zu erlauben, die Welt nicht nur als Krise zu erleben,

sondern auch als etwas, das getragen, lebendig

und voller Menschlichkeit ist.

Gedanken zum Schluss

 

Vielleicht geht es gar nicht darum,

ob man Nachrichten schaut oder nicht.

 

Vielleicht geht es darum, wem wir erlauben,

unsere innere Welt zu formen.

 

Und ob wir den Mut haben,

manchmal wieder selbst hinzusehen.

 

Mit offenen Augen.

Und einem offenen Herzen.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

Bewertung: 0 Sterne
0 Stimmen