Weißt du, dieser Satz
„Ich bin genug“
ist mir lange eher quer gekommen.
Nicht, weil ich ihn nicht schön fand.
Sondern weil ich ihn nicht fühlen konnte.
Er klang gut.
Aber in mir war da oft etwas anderes.
Eher dieses leise Fragen:
Bin ich zu viel?
Oder:
Reiche ich nicht aus?
Und je nach Situation
schien ich immer auf der falschen Seite zu stehen.
Zu viel – oder nicht genug?
Es gab Tage, da hatte ich das Gefühl, ich bin zu sensibel.
Zu emotional.
Zu tief.
Und dann wieder Momente, in denen ich dachte,
ich mache nicht genug.
Bin nicht strukturiert genug.
Nicht konsequent genug.
Nicht „richtig“ genug.
Kennst du dieses Hin- und Her?
Man schwankt zwischen - Ich sollte mich zurücknehmen
und - Ich müsste mehr geben.
Und irgendwo dazwischen verliert man sich selbst ein Stück.
Vergleiche kommen oft ganz leise
Das Gemeine ist:
Vergleiche fühlen sich selten wie Vergleiche an.
Sie schleichen sich ein.
Beim Scrollen.
Beim Zuhören.
Beim Beobachten anderer Frauen, anderer Mütter.
Die eine wirkt so gelassen.
Die andere so klar.
Eine scheint alles im Griff zu haben.
Eine weiß genau, wohin sie will.
Und plötzlich sitzt man da und misst sich an Bildern,
die man gar nicht kennt.
Nicht am echten Leben.
Sondern an Ausschnitten.
Ich habe gemerkt, wie sehr mich das innerlich erschöpft
Vergleiche kosten Kraft.
Sie machen uns wachsam.
Unsicher.
Und manchmal auch hart mit uns selbst.
Man passt sich an.
Hält zurück.
Oder geht über die eigenen Grenzen.
Nicht, weil man das will.
Sondern weil man dazugehören möchte.
Und genau dabei entfernt man sich oft von dem,
was eigentlich stimmig wäre.
Der Gedanke „nicht zu viel, nicht zu wenig“ hat etwas verändert
Irgendwann habe ich begonnen, diesen Satz anders zu betrachten.
Nicht als Affirmation.
Nicht als Ziel.
Sondern als Erlaubnis.
Vielleicht bin ich nicht zu viel, sondern einfach fühlend.
Vielleicht bin ich nicht zu wenig, sondern einfach leise.
Vielleicht muss ich gar nicht irgendwo dazwischen landen.
Vielleicht darf ich einfach sein, wie ich bin.
Jenseits des Vergleichs wird es ruhiger
Seit ich weniger vergleiche, höre ich mich selbst wieder besser.
Ich spüre schneller, wann mir etwas gut tut und wann nicht.
Ich merke, wann ich Ja sage, obwohl ich Nein meine.
Und wann ich mich klein mache,
obwohl ich Raum einnehmen dürfte.
Es ist nicht immer leicht.
Aber mit der Bewusstheit wird es mit der Zeit leichter.
Gerade als Mutter ist das ein wichtiges Thema
Wir vergleichen nicht nur uns selbst.
Wir vergleichen auch unser Muttersein.
Wie andere mit ihren Kindern sprechen.
Wie sie ihren Alltag organisieren.
Wie gelassen oder konsequent sie wirken.
Und oft vergessen wir dabei, dass jede von uns
mit einer anderen Geschichte unterwegs ist.
Mit anderen Prägungen.
Anderen Kräften.
Anderen Grenzen.
Auch hier gilt:
Du bist nicht zu viel.
Und du bist nicht zu wenig.
Was du für dich aus diesem Gedanken mitnehmen kannst
Vielleicht magst du beim nächsten Vergleich
einen Moment innehalten.
Nicht, um dich zu korrigieren.
Sondern um dich zurückzuholen.
Und dich fragen:
Was ist für mich gerade stimmig?
Was brauche ich – jenseits dessen, was andere tun?
Du musst nichts ausgleichen.
Nichts darstellen.
Nichts beweisen.
Ein kleiner Gedanke für deinen Alltag
Wenn du merkst, dass du dich innerlich verbiegst –
nach oben oder nach unten – dann erinnere dich:
Du musst nicht mehr werden.
Und du musst nicht weniger sein.
Du darfst einfach du sein.
Mit allem, was gerade da ist.
Zum Schluss ein Gedanke zum mitnehmen
Vielleicht geht es im Leben gar nicht darum,
die richtige Mitte zu finden.
Vielleicht geht es darum, uns selbst wieder zu vertrauen.
Zu spüren:
So, wie ich gerade bin, reicht es.
Nicht zu viel.
Nicht zu wenig.
Einfach genug.
Deine ImpulsStifterin 💛