Manchmal fühlt sich alles gleichzeitig an.
Zu laut.
Zu viel.
Zu schnell.
Und egal, wo man hinschaut, da wartet schon das Nächste.
Noch eine Aufgabe.
Noch ein Gedanke.
Noch etwas, das Aufmerksamkeit will.
Und mittendrin stehst du und versuchst irgendwie,
bei dir zu bleiben.
Chaos ist nicht immer sichtbar
Manchmal ist es gar nicht das Außen.
Nicht das volle Haus.
Nicht der volle Kalender.
Manchmal ist das Chaos ganz leise.
Es spielt sich im Inneren ab.
In deinem Kopf.
In deinem Herzen.
Gedanken, die nicht zur Ruhe kommen.
Gefühle, die keinen klaren Platz finden.
Dieses Gefühl von Getriebensein,
obwohl man eigentlich gerade still sitzt.
Und genau das macht es so anstrengend.
Ich habe lange gedacht, ich müsste das einfach aushalten
Funktionieren.
Weitermachen.
Ich dachte, das gehört dazu.
Zum Erwachsensein.
Zum Muttersein.
Zum Alltag eben.
Und lange habe ich mich dafür sogar bewundert,
wie viel ich doch geschafft habe.
Bis ich gemerkt habe:
Das hat einen Preis.
Mit der Zeit kommt die Erschöpfung.
Bei sich bleiben heißt nicht, dass alles ruhig wird
Bei mir bleiben bedeutet nicht, dass das Chaos plötzlich verschwindet.
Es bedeutet eher, dass ich mich darin nicht verliere.
Dass ich zwischendurch innehalte und ehrlich hinschaue:
Wie geht es mir gerade?
Bin ich noch bei mir – oder nur noch im Reagieren?
Kleine Anker, die mir helfen
Ich habe mir kleine Haltepunkte gesetzt,
kleine persönliche Einladungen.
Ein paar bewusste Atemzüge, bevor ich antworte.
Ein kurzer Gang ans Fenster.
Ein Nein, wo früher automatisch ein Ja kam.
Also nichts Spektakuläres.
Aber hilfreich.
Gerade als Mutter ist das eine besondere Herausforderung
Da sind so viele Bedürfnisse, die zuerst kommen wollen.
Kinder.
Familie.
Alltag.
Und oft bleiben wir selbst ganz hinten stehen.
Ich habe aber gemerkt:
Wenn ich mich selbst verliere, wird es für alle schwerer.
Bei mir bleiben ist kein Egoismus.
Es ist Fürsorge – für mich und für die,
die mit mir leben.
Was du aus diesem Gedanken für dich mitnehmen kannst
Es geht gar nicht darum, das Chaos zu ordnen.
Vielmehr darum, dich darin nicht zu vergessen.
Immer wieder kurz bei dir einzuchecken.
Zu spüren, was du gerade brauchst –
nicht morgen, nicht irgendwann, sondern jetzt.
Das kann schon sehr viel verändern.
Ein kleiner Impuls für deinen Alltag
Wenn alles gleichzeitig ruft
und du merkst, wie es dich innerlich eng macht,
dann frag dich nicht:
Was muss ich noch erledigen?
Sondern:
Was hilft mir gerade, bei mir zu bleiben?
Zum Schluss
Chaos gehört zum Leben.
Es wird nicht verschwinden.
Aber es muss nicht alles von dir haben.
Du darfst mittendrin sein
und trotzdem verbunden bleiben –
mit dir selbst.
Nicht perfekt.
Nicht immer.
Aber immer öfter.
Deine ImpulsStifterin 💛