Weißt du,
es gab eine Zeit, da habe ich Familienzeit irgendwie… abgearbeitet.
Nicht bewusst.
Nicht absichtlich.
Aber rückblickend merke ich:
Ich war oft dabei – aber innerlich schon beim Nächsten.
Beim nächsten Termin.
Beim nächsten Gedanken.
Beim nächsten „Das müsste ich auch noch“.
Und dann gab es diesen einen Moment.
Ganz unspektakulär.
Ein Morgen.
Die Kinder noch müde.
Das Haus ruhig.
Ich stand einfach da. Mit einem Kaffee.
Und plötzlich war da nichts, was dringend war.
Nur dieser Moment.
Familienzeit ist nicht das, was wir planen
Ich habe lange gedacht, Familienzeit entsteht dann,
wenn wir etwas Besonderes machen.
Ausflüge.
Aktionen.
Erlebnisse.
Heute weiß ich:
Die schönsten Momente passieren oft genau dann,
wenn nichts geplant ist.
Wenn wir zusammen in der Küche stehen.
Wenn wir spazieren gehen, ohne Ziel.
Wenn wir nebeneinander auf dem Sofa sitzen
und eigentlich gar nichts sagen müssen.
Es sind diese kleinen Dinge.
Und ich habe gelernt, sie nicht mehr zu übersehen.
Ich musste langsamer werden
Was sich verändert hat, war nicht unser Alltag.
Sondern mein Tempo.
Ich habe aufgehört, jeden Moment „nutzen“ zu wollen.
Und angefangen, ihn einfach zu erleben.
Nicht perfekt.
Nicht immer entspannt.
Aber echter.
Ich bin nicht mehr ständig innerlich woanders.
Und wenn doch – merke ich es schneller.
Und das verändert etwas.
Nicht nur für mich.
Auch für meine Kinder.
Was mir hilft, Familienzeit wirklich zu spüren
Vielleicht ist da ja auch etwas für dich dabei:
-
Ich lege das Handy bewusst weg.
Nicht für Stunden. Manchmal nur für zehn Minuten.
Aber diese Minuten gehören dann wirklich uns.
-
Ich erwarte weniger.
Kein „Jetzt muss es schön sein“.
Es darf auch ganz normal sein.
-
Ich höre zu – ohne gleich zu reagieren.
Nicht korrigieren.
Nicht erklären.
Einfach da sein.
-
Ich nehme mich selbst mit hinein.
Nicht nur als Mama.
Sondern als Frau, die fühlt, lacht, auch mal müde ist.
Familienzeit beginnt bei mir
Das war eine wichtige Erkenntnis für mich:
Wenn ich mich selbst völlig vergesse,
wird auch unsere gemeinsame Zeit flach.
Ich brauche keine langen Auszeiten.
Aber kleine Pausen.
Ein tiefer Atemzug.
Ein Moment Stille.
Ein Gedanke nur für mich.
Wenn ich bei mir bin,
bin ich automatisch mehr bei den anderen.
Am Ende des Tages
Familienzeit muss nicht perfekt sein.
Nicht harmonisch.
Nicht immer leicht.
Sie darf laut sein.
Chaotisch.
Unordentlich.
Aber sie wird dann wertvoll,
wenn wir wirklich da sind.
Nicht mit dem Kopf woanders.
Nicht im Morgen oder im Gestern.
Sondern hier.
Und manchmal reicht genau das.
Lass uns gemeinsam üben, diese Momente zu sehen.
Deine ImpulsStifterin 💛