Wenn andere dich kleiner machen

Gibt es in deinem Alltag auch diese Momente,

die dich nicht sofort loslassen?

 

Du gehst weiter durch deinen Tag,

machst irgendwas Alltägliches –

und trotzdem hängt da noch etwas in dir.

 

Ein Satz.

Ein Kommentar.

Manchmal nur ein Tonfall.

Oder ein Blick.

 

Und plötzlich bist du unsicher.

Du gehst innerlich noch einmal die Situation durch und fängst an zu zweifeln.

 


 

Mir ist das schon so oft passiert.

Und jedes Mal denke ich mir erst:

Ach komm, stell dich nicht so an.

 

Aber ganz ehrlich?

Es tut weh.

 

Weil ich mich gezeigt habe.

Weil ich offen war.

Weil mir das, was ich gesagt oder getan habe, wichtig war.

Mein erster Reflex war fast immer: erklären

 

Ich wollte dann verstanden werden.

Ich habe angefangen zu erklären,

zu rechtfertigen,

meine Sicht nochmal auszubreiten.

 

Nicht, um Recht zu haben.

Sondern, um das Gefühl loszuwerden,

missverstanden worden zu sein.

 

Und manchmal habe ich gemerkt:

Ich rede und mache mich dabei immer kleiner.

 


 

Irgendwann kam mir ein Gedanke:

 

Moment mal …

muss das gerade wirklich alles etwas über mich sagen?

 


 

Die Erkenntnis, die mir geholfen hat

 

Ich habe verstanden,

dass Abwertung oft gar nicht wirklich mit mir zu tun hat.

 

Dass Menschen manchmal kleinmachen,

weil sie selbst unsicher sind.

Oder überfordert.

Oder mit sich gerade nicht im Reinen.

 

Das macht das Verhalten zwar nicht okay.

Aber es nimmt ihm diese Schwere,

die ich vorher auf meinen Schultern getragen habe.

 


 

Was mir das gebracht hat?

 

Nicht sofort Stärke.

Aber Entlastung.

 

Der Schmerz war nicht weg.

Aber er war nicht mehr so alles bestimmend.

 

Ich konnte innerlich einen Schritt zurückgehen

und mich fragen:

 

Gehört das wirklich zu mir –

oder kommt das gerade aus der Welt des anderen?

 

Und allein diese Frage

hat mir Luft verschafft.

 


 

Was sich dadurch für mich verändert hat

 

Ich reagiere heute nicht mehr auf alles -

das ist für mich ein starker Lernprozess.

Ich erkläre mich weniger.

Es klappt nicht immer gut,

aber immer öfter besser.

 

Und ich nehme mir das Recht heraus,

nicht jede Bewertung anzunehmen.

 

Ich darf sortieren.

Ich darf prüfen.

Ich darf auch sagen –

Das lasse ich bei dir.

Vielleicht erkennst du dich hier wieder

 

Wenn du das liest

und innerlich denkst:

Ja, genau so geht es mir auch –

dann bist du nicht allein.

 

Vielleicht bist du einfach jemand,

der fühlt.

Der sich zeigt.

Der nicht oberflächlich durchs Leben geht.

 

Und das ist nichts,

was man sich abgewöhnen muss.

 


 

Was du aus meiner Erfahrung für dich mitnehmen kannst

 

Vielleicht hilft dir dieser Gedanke,

wenn dich das nächste Mal jemand kleinmacht:

 

Du musst nicht sofort reagieren.

Du musst dich nicht erklären.

Und du musst nicht alles glauben,

was über dich gesagt wird.

 

Manches darfst du einfach prüfen

und dann innerlich zurückgeben.

 

Du musst nicht stärker werden.

Du darfst freundlicher mit dir werden.

 

Und manchmal reicht es schon,

dir selbst leise zu sagen:

 

Das erzählt gerade mehr über ihn

als über mich.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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