Manchmal sitze ich da und denke:
Wie kann das eigentlich zusammenpassen?
So unterschiedliche Sichtweisen.
Unterschiedliche Bedürfnisse.
Unterschiedliche Arten, durchs Leben zu gehen.
Und trotzdem ist da diese Verbindung.
Diese Nähe.
Diese Liebe.
Nicht logisch erklärbar.
Nicht sauber einzuordnen.
Aber spürbar.
Liebe folgt nicht immer dem Verstand
Wir sind es gewohnt, Dinge zu verstehen.
Einzuordnen.
Zu bewerten.
Gerade in Beziehungen.
Wer passt zu wem?
Was ist richtig?
Was ist gesund?
Was ergibt Sinn?
Und doch hält sich Liebe oft nicht an diese Regeln.
Sie entsteht nicht immer dort, wo alles gleich ist.
Manchmal wächst sie genau dort, wo Unterschiede sichtbar werden.
Unterschiedlichkeit als Reibung – und als Spiegel
So unterschiedlich zu sein kann anstrengend sein.
Es bringt Reibung.
Missverständnisse.
Momente, in denen man sich fragt, ob man wirklich zusammengehört.
Und gleichzeitig zeigt uns genau diese Unterschiedlichkeit etwas.
Über uns selbst.
Über unsere Grenzen.
Über das, was uns wichtig ist.
Der andere wird zum Spiegel.
Nicht immer angenehm.
Aber ehrlich.
Verbundenheit bedeutet nicht Gleichheit
Ich glaube, ein großer Irrtum ist, dass Verbundenheit heißt,
gleich zu denken, gleich zu fühlen, gleich zu handeln.
Das tut sie nicht.
Verbundenheit zeigt sich oft darin, dass man sich trotz Unterschiedlichkeit nicht verliert.
Dass man bleibt.
Zuhört.
Und bereit ist, den anderen stehen zu lassen,
ohne ihn verändern zu müssen.
Warum Liebe manchmal unlogisch wirkt
Liebe folgt nicht immer dem Weg, den wir mit dem Kopf wählen würden.
Sie folgt oft einer tieferen Ebene.
Einer Resonanz.
Einem Gefühl von Ich bin gemeint.
Auch dann, wenn es schwierig wird.
Und ja – das kann verwirren.
Weil wir gelernt haben, dass das, was sich richtig anfühlt,
auch logisch sein muss.
Das ist es nicht immer.
Was du für dich mitnehmen kannst
Vielleicht hilft dir dieser Gedanke:
Du musst nicht alles verstehen, um verbunden zu sein.
Du musst nicht in allem übereinstimmen, um lieben zu können.
Und du musst nicht ständig prüfen, ob etwas „richtig“ ist,
wenn es sich ehrlich anfühlt.
Fragen, die helfen können:
-
Kann ich bei mir bleiben, auch wenn wir unterschiedlich sind?
-
Darf der andere anders sein, ohne dass ich mich selbst verliere?
-
Wo versuche ich, Liebe logisch zu erklären, statt sie zu fühlen?
Liebe als bewusste Entscheidung
Liebe ist nicht nur Gefühl.
Sie ist auch Haltung.
Die Entscheidung, den anderen nicht zu formen, sondern zu sehen.
Die Entscheidung, Unterschiede nicht sofort als Gefahr zu werten,
sondern als Teil des Ganzen.
Und manchmal auch die Entscheidung, nicht alles aufzulösen –
sondern auszuhalten.
Zum Schlussgedanke
Ich denke, Liebe ist genau deshalb so kraftvoll,
weil sie sich nicht vollständig erklären lässt.
Weil sie uns zwingt, weniger zu kontrollieren
und mehr zu fühlen.
Und weil sie uns daran erinnert, dass Verbindung nicht dort entsteht,
wo alles gleich ist – sondern dort, wo wir trotz Unterschiedlichkeit offen bleiben
für unser Gegenüber.
Deine ImpulsStifterin 💛