Getriggert - und was sich darin zeigt

🎙️ Gelesen von mir - für dich.

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Ein Satz.

Eine Nachricht.

Ein Blick, der vielleicht gar nicht so gemeint war.

 

Und plötzlich ist alles da.

Dieses Ziehen im Bauch.

Die Enge im Brustkorb.

Die Worte, die schneller sind als der Verstand.

 

Du antwortest sofort.

Ohne Innehalten.

Ohne Atemzug dazwischen.

 

Und erst später denkst du:

Oh. Das ging jetzt schnell.

 

Vielleicht sogar zu schnell.

 


 

Trigger fühlen sich aktuell an – sind aber alt

 

Wenn wir getriggert sind, fühlt es sich an,

als wäre genau diese Situation das Problem.

 

Doch oft berührt sie etwas viel Älteres.

Eine innere Wunde.

Ein Gefühl von früher.

 

Nicht gesehen worden sein.

Nicht ernst genommen.

Nicht gehalten.

 

Der Körper erinnert sich.

Und reagiert – manchmal schneller,

als wir es wollen.

 

Das ist zutiefst menschlich.

Und manchmal gibt es kein Innehalten

 

Ich kenne sie gut, diese Momente.

Da ist kein Raum für Stille.

Kein Ich atme erst einmal durch.

 

Da will etwas sofort raus.

Ein Satz.

Eine Grenze.

Eine Verteidigung.

 

Und ja –

auch das darf sein.

 

Denn nicht jede Situation erlaubt uns sofortige Bewusstheit.

Manchmal ist das Nervensystem einfach schneller.

Und wir sind mittendrin,

bevor wir merken, was eigentlich passiert.

 


 

Wenn es sich hochmauschelt

 

Oft ist es gar nicht das große Thema.

Es ist etwas Kleines.

Fast Unscheinbares.

 

Und doch schaukelt es sich hoch.

Ein Wort triggert das nächste.

Eine Reaktion trifft auf eine andere.

 

Und am Ende steht man da und denkt:

Das hätte jetzt gar nicht so groß werden müssen.

 

Vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Dieses leise Bedauern.

Nicht über das Gefühl –

sondern über die Art, wie es rausgekommen ist.

 


 

Selbstreflexion beginnt oft erst danach

 

Und genau hier liegt etwas sehr Wertvolles.

 

Nicht darin, immer perfekt zu reagieren.

Nicht darin, immer ruhig zu bleiben.

 

Sondern darin, danach hinzuschauen.

 

Zu fragen:

  • Hat mir diese direkte Reaktion gerade gedient?
  • Oder hat sie eher Öl ins Feuer gegossen?
  • Hätte ein Atemzug mehr etwas verändert?

 

Diese Fragen sind eine Einladung.

 

Zu emotionalem Wachstum.

Zu Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.

Zu Sanftheit mit dir selbst.

 


 

Reaktion oder Antwort – ein feiner Unterschied

 

Eine Reaktion passiert automatisch.

Sie kommt aus dem Schutz.

Aus alten Mustern.

 

Eine Antwort braucht Raum.

Zeit.

Manchmal erst im Nachhinein.

 

Und vielleicht ist genau das dein Weg:

Nicht immer sofort anders zu handeln –

sondern immer bewusster hinzuschauen.

 

Auch das ist Entwicklung.

Verantwortung ohne Selbstverurteilung

 

Verantwortung zu übernehmen heißt nicht:

Ich hätte anders sein müssen.

 

Es heißt:

Ich erkenne, was da in mir wirkt.

 

Du darfst sagen:

Da war ich schneller als mein Bewusstsein.

Und gleichzeitig spüren:

Beim nächsten Mal wünsche ich mir mehr Ruhe.

 

Beides darf nebeneinander existieren.

 


 

Ein liebevoller Mini-Impuls

 

Wenn du das nächste Mal merkst,

dass die Antwort sofort raus will –

und vielleicht auch rausgerutscht ist –

 

dann stell dir später diese eine Frage:

 

Was wollte ich in diesem Moment eigentlich schützen?

 

Nicht um es zu bewerten.

Sondern um dich besser zu verstehen.

 


 

Abschluss – ein Gedanke zum Mitnehmen

 

Getriggert zu sein bedeutet nicht,

dass du rückfällig wirst.

 

Es bedeutet,

dass du fühlst.

Dass dir etwas wichtig ist.

Dass da Tiefe ist.

 

Und manchmal beginnt Bewusstheit

nicht im Innehalten davor,

sondern im liebevollen Hinschauen danach.

 

Auch das zählt.

Vielleicht sogar besonders.

 

Alles Liebe

deine ImpulsStifterin 💛