Wenn Zuhören nicht reicht

Ich dachte,  Zuhören sei das Wichtigste.

 

Still sein.

Raum geben.

Nicht unterbrechen.

 

Und ja – das ist es auch.

Aber nicht immer.

 


 

Es gibt Momente, da reicht Zuhören einfach nicht

 

Ich habe Situationen erlebt, da saß ich jemandem gegenüber,

habe zugehört, genickt, verstanden –

und trotzdem blieb etwas offen.

 

Nicht, weil ich nicht aufmerksam war.

Sondern weil da mehr gebraucht wurde

als nur ein offenes Ohr.

 

Manchmal will ein Mensch

nicht nur gehört werden.

Sondern auch gesehen.

 


 

Nur Zuhören kann auch Abstand schaffen

 

Das klingt erstmal widersprüchlich.

Aber vielleicht kennst du das.

 

Man hört zu, bleibt ruhig,

hält sich zurück.

 

Und trotzdem entsteht keine Nähe.

Eher so ein Gefühl von:

Du bist da – aber irgendwie auch nicht ganz.

 

Weil das eigene Mitfühlen

unsichtbar bleibt.

 


 

Ich habe gelernt, mich zu zeigen – auch im Zuhören

 

Früher dachte ich,

ich dürfe meine eigenen Gedanken

in solchen Momenten nicht teilen.

 

Ich wollte nicht unhöflich sein oder den Moment stören.

 

Heute merke ich:

Manchmal braucht es genau das.

 

Einen Satz wie:

Das berührt mich.

Oder:

Ich spüre, wie schwer das für dich ist.

 

Keine Lösung.

Keinen Ratschlag.

Nur echte Beteiligung.

 


 

Gerade als Mutter kenne ich das gut

 

Unsere Kinder erzählen oft nicht in klaren Worten.

Sie zeigen es anders.

 

In ihrem Verhalten.

In ihrem Rückzug.

In ihrer Unruhe.

 

Und manchmal reicht es nicht,

nur zuzuhören.

 

Manchmal braucht es Nähe.

Ein Dasein.

Ein Ich bin wirklich bei dir.

 


 

Was es bedeutet, jemanden wirklich zu sehen

 

Jemanden zu sehen heißt nicht, alles zu verstehen.

 

Es heißt:

 

  • präsent zu sein

  • Gefühle ernst zu nehmen

  • nicht wegzugehen, wenn es unbequem wird

 

Und manchmal auch,

das eigene Herz ein Stück zu öffnen.

Was du für dich mitnehmen kannst

 

Vielleicht spürst du beim Lesen:

Ja, genau das fehlt mir manchmal.

 

Dann darfst du wissen:

Du musst nicht mehr tun.

Sei einfach nur du und öffne dein Herz.

 

Ein ehrlicher Satz.

Ein Blick.

Ein gemeinsames Schweigen.

 

Oft entsteht genau dort Verbindung.

 


 

Ein kleiner Impuls für deinen Alltag

 

Beim nächsten Gespräch

frag dich nicht nur:

 

Höre ich gut zu?

 

Sondern auch:

 

Zeige ich mich gerade wirklich?

 

Das verändert Begegnung.

 


 

Zum Schluss

 

Zuhören ist wertvoll.

Aber gesehen zu werden

heilt oft tiefer.

 

Und manchmal beginnt genau dort

echte Nähe.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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