Ich habe mich das selbst lange gefragt.
In stillen Momenten.
Oder dann, wenn ich gemerkt habe,
dass ich müde bin,
ohne genau zu wissen, warum.
Diese Müdigkeit,
die nicht vom Tun kommt,
sondern vom Funktionieren.
Manche Masken setzen wir nicht bewusst auf
Ich glaube nicht,
dass wir morgens aufstehen
und uns denken:
Heute spiele ich mal eine Rolle:
Der Verantwortlichen. Der Starken. Der Freundlichen.
Die meisten Masken entstehen ganz leise.
Wir passen uns an.
Wir wollen dazugehören.
Wir wollen nicht anecken.
Wir wollen stark sein.
Oder lieb.
Oder unkompliziert.
Und irgendwann wird aus all dem
eine Gewohnheit.
Etwas, das wir kaum noch hinterfragen.
Oft hat die Maske einmal geschützt
Diese Masken sind nicht falsch.
Viele von ihnen haben uns geholfen.
Durch schwierige Zeiten.
Durch Erwartungen.
Durch Situationen,
in denen wir nicht wir selbst sein konnten.
Vielleicht war sie nötig, um durchzuhalten.
Oder um nicht verletzt zu werden.
Oder um irgendwie klarzukommen.
Und dafür dürfen wir dankbar sein.
Aber irgendwann wird sie eng
Bei mir kam dieser Punkt schleichend.
Ich habe gemerkt, dass ich mich selbst weniger spüre.
Dass ich öfter sage:
„Alles gut“,
obwohl es das gerade nicht ist.
Dass ich stark wirke,
aber mich innerlich eher leer fühle.
Und dann kam diese leise Frage:
Bin das eigentlich noch ich –
oder nur das, was von mir erwartet wird?
Sich selbst wieder näherkommen ist kein großer Akt
Es geht nicht darum, alle Masken auf einmal abzulegen.
Das wäre viel zu viel.
Manchmal reicht es, sie kurz anzuheben.
Zu spüren, was darunter liegt.
Und ehrlich zu sein –
zumindest mit sich selbst.
Vielleicht auch nur in kleinen Dingen:
Ein Nein, wo sonst ein Ja gekommen wäre.
Ein Innehalten, statt direkt weiterzumachen.
Was mir dabei hilft
Ich frage mich öfter:
Tue ich das gerade, weil es mir entspricht –
oder weil es von mir erwartet wird?
Nicht vorwurfsvoll.
Eher neugierig.
Und manchmal überrascht mich die Antwort.
Was du aus diesem Text für dich mitnehmen kannst
Wenn du diesen Text liest
und innerlich an der einen oder anderen Stelle nickst,
dann vielleicht, weil du dich selbst ein Stück wiedererkennst.
Was diese Erkenntnis dir schenken kann,
ist nichts Lautes.
Kein Umbruch.
Kein „Jetzt ändere ich alles“.
Sondern eher:
Vielleicht verstehst du plötzlich besser,
warum du müde bist, obwohl dein Leben nach außen funktioniert.
Vielleicht erkennst du,
warum sich manches nicht mehr stimmig anfühlt,
obwohl du „eigentlich zufrieden sein müsstest“.
Und vielleicht merkst du, dass du dich selbst
schon lange ein wenig zurückhältst –
nicht aus Schwäche, sondern aus Gewohnheit.
Weil es zur Normalität geworden ist.
Was sich dadurch verändern kann:
-
Du nimmst deine eigenen Gefühle ernster,
statt sie wegzuschieben.
-
Du hörst früher hin,
wenn etwas in dir leise Nein sagt.
-
Du erlaubst dir,
nicht mehr alles erklären oder rechtfertigen zu müssen.
-
Und du triffst kleine Entscheidungen
ein bisschen mehr aus dir heraus
– nicht aus Anpassung.
Du wirst einfach Stück für Stück ehrlicher mit dir selbst.
Warum es sich lohnt, dir selbst zuzuhören
Wenn wir anfangen, unsere Masken zu erkennen,
müssen wir sie nicht sofort ablegen.
Aber wir gewinnen etwas zurück:
die Verbindung zu uns selbst.
Und aus dieser Verbindung entstehen Dinge,
die sich im Alltag bemerkbar machen:
mehr innere Ruhe,
klarere Grenzen,
echtere Beziehungen,
weniger Erschöpfung
durch ständiges Funktionieren.
Du musst nicht jemand anderes werden.
Du darfst wieder näher bei dir ankommen.
Ganz ehrlich unter uns
Ich teile das nicht,
weil ich „weiter“ bin.
Oder weil ich es verstanden habe.
Sondern weil ich gemerkt habe,
wie viel Kraft darin liegt,
sich selbst nicht mehr ständig zu übergehen.
Und wenn du aus diesem Text
nur einen Gedanken mitnimmst,
der dich ein bisschen freundlicher
mit dir selbst sein lässt,
dann hat er genau das getan,
was er sollte.
Deine ImpulsStifterin 💛