Du musst dir deinen Wert nicht verdienen - Du bist dein Wert.

Weißt du, was mir letztens aufgefallen ist?

Wie schnell ich innerlich denke,

dass ich heute eigentlich noch nicht genug war.

 

Nur ein stiller Gedanke, aber dennoch stark.

Als hätte ich mir meinen Platz für den Tag

noch nicht ganz verdient.

 

Und dann habe ich mich gefragt,

seit wann ich das eigentlich glaube.

 


 

Wann haben wir angefangen, uns zu beweisen?

 

Ich glaube, wir haben das nie bewusst entschieden.

Es ist eher so passiert.

 

Wenn wir viel geschafft haben, waren wir okay.

Wenn wir funktioniert haben, waren wir zuverlässig.

Wenn wir stark waren, wurden wir gesehen.

 

Und an Tagen, an denen wir müde sind

oder langsamer

oder einfach nichts Besonderes hinkriegen,

fühlt sich plötzlich alles wertlos an.

 

Als müsste man sich rechtfertigen.

Für sich und seinen Tag.

 

So entsteht ganz leise Leistungsdruck.

 


 

Es liegt nicht nur an uns

 

Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir:

Dieses Gefühl kommt nicht aus dem Nichts.

 

Wir leben in einer Welt,

in der Selbstwert oft mit Leistung verwechselt wird.

 

Ein Haus, ein Job, ein Kind –

am besten alles gleichzeitig.

Bitte mit einem Lächeln.

Und ohne, dass der Haushalt leidet.

 

Wer viel arbeitet, ist etwas wert.

Wer viele Überstunden macht, ist engagiert.

Wer in den Urlaub fährt, wird beneidet.

Wer auf Social Media viele Likes hat,

scheint erfolgreich.

 

Und unsere Kinder?

 

Schon im Sandkasten wird geschaut:

Wer kann was?

Wie verhält sich deins?

Ist es schon weiter als die anderen?

 

Wir meinen es nicht böse.

Es wird uns so vorgelebt.

Durch Gesellschaft. Werbung. Vergleiche.

 

Ein stilles System,

das uns atemlos macht.

 


 

Wenn sich etwas in mir dagegen sträubt

 

Ich spüre oft,

wie mich solche Gespräche eng machen.

Wie sie in mir etwas berühren,

das sich unwohl fühlt.

Ja, sogar müde machen.

 

So möchte ich nicht leben.

So möchte ich nicht werten.

 

Und doch sitzen diese Muster tief.

 


 

Vielleicht dürfen wir den Satz umdrehen

 

Wenn wir diesen alten Glaubenssatz

ein Stück weit loslassen?

 

Nicht mehr:

 

„Ich muss etwas leisten, um etwas zu sein.“

 

Sondern eher:

 

„Ich bin etwas –

und deshalb darf ich auf meine ganz eigene Weise wirken.“

 

Vielleicht dürfen wir neu lernen.

Für uns – und für unsere Kinder.

 

Dass wir nicht vergleichen müssen, um Orientierung zu finden.

Sondern fühlen dürfen, um wahr zu erkennen.

 


 

Selbstwert beginnt dort,

wo du aufhörst, dich ständig zu hinterfragen.

 

Wo du lernst, deine eigenen Grenzen

zu spüren und zu schützen.

 

Wo du verstehst, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist,

sondern eine liebevolle Verpflichtung dir selbst gegenüber.

 

Wo du deine emotionale Erschöpfung ernst nimmst –

nicht als Schwäche, sondern als Zeichen deiner Tiefe.

 

Du bist keine Checkliste.

Kein Vergleich.

Kein Projekt.

 

Du bist eine Frau.

Ein Mensch.

Ein Wesen mit einer Geschichte,

das Tag für Tag sein Bestes gibt –

und manchmal eben auch einfach nur sein darf.

Was wir anderen nie sagen würden

 

Ich würde nie zu jemanden sagen:

„Du bist heute nur wertvoll, wenn du genug geleistet hast.“

 

Nie.

 

Und trotzdem sage ich mir das selbst viel zu oft.

Ganz selbstverständlich.

 

Dabei hat Selbstwert

nichts mit Leistung zu tun.

 


 

Warum das auf Dauer müde macht

 

Wenn unser Wert davon abhängt, was wir tun,

gibt es keinen Moment, in dem wir wirklich ankommen.

 

Denn es gibt immer noch etwas zu erledigen.

Noch jemanden, der etwas braucht.

Noch eine innere Stimme,

die sagt: Da geht noch mehr.

 

Und irgendwann ist man müde.

Nicht nur körperlich.

Sondern innerlich.

Diese innere Erschöpfung

kommt oft schleichend.

 


 

Eine kleine Verschiebung, die viel verändert

 

Was mir langsam hilft,

ist keine große Erkenntnis.

 

Eher ein leiser Wechsel der Frage.

 

Abends frage ich mich nicht mehr:

Was habe ich heute geschafft?

 

Sondern:

Wie bin ich heute mit mir umgegangen?

 

War ich streng?

Oder fair?

Habe ich mich übergangen?

Oder mir zugehört?

 

Allein diese Fragen

bringen mehr Selbstfürsorge

in meinen Alltag.

 


 

Was du aus diesem Text für dich mitnehmen kannst

 

Vielleicht liest du diesen Text,

weil du oft das Gefühl hast,

nicht ganz zu reichen.

Nicht genug zu sein.

 

Dann darfst du das hier mitnehmen:

 

Du bist nicht wertvoll,

weil du etwas tust.

Du bist wertvoll,

weil du bist.

 

Dieses genug sein

muss man sich nicht verdienen.

 

Vielleicht ist genau das

der Anfang von mehr Selbstannahme.

Zum Schluss

 

Du musst heute nichts leisten,

damit du wertvoll bist.

 

Du bist es schon.

Auch jetzt.

Auch so.

 

Ich wünsche dir,

dass du deine innere Ruhe findest - genießt

und daraus deinen Wert wieder erkennst.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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