Sommermomente: mein Lieblingsplatz in der Natur

Ich merke im Sommer immer wieder,

wie sehr mich bestimmte Orte erden.

 

Nicht die großen, besonderen.

Sondern diese einen Plätze,

die man fast für sich behält.

 

Mein Lieblingsplatz in der Natur

ist so einer.

 


 

Es ist kein Ort,

den man groß beschreiben müsste.

 

Kein Ausflugsziel.

Kein „Da musst du unbedingt hin“.

 

Es ist einfach ein Platz,

an dem ich ankomme.

 

Wo ich nichts leisten muss.

Nichts erklären.

Und vor allem nichts festhalten.

 


 

Gerade im Sommer zieht es mich dorthin.

Vielleicht, weil alles offener ist.

Lichter.

Weniger schwer.

 

Diese Sommermomente fühlen sich oft unscheinbar an.

Und genau deshalb sind sie so wertvoll.

 

Ich sitze da,

höre die Geräusche um mich herum,

spüre die Wärme,

und merke, wie mein Kopf langsam ruhiger wird.

Ich gehe nicht dorthin,

um Antworten zu finden.

 

Ich gehe dorthin,

um nichts zu müssen.

 

Das ist ein Unterschied,

den ich erst mit der Zeit verstanden habe.

 

In der Natur zur Ruhe kommen

passiert nicht,

weil wir etwas tun.

Sondern weil wir aufhören,

ständig etwas zu wollen.

 


 

Manchmal denke ich dort an nichts.

Manchmal kommen Gedanken ganz von allein.

 

Aber sie fühlen sich anders an.

Weniger drängend.

Nicht so laut.

 

Als würde die Natur sagen:

Du darfst langsamer sein.

 

Und das tut gut.

 


 

Ich habe gemerkt,

wie sehr mir diese Zeit für mich fehlt,

wenn ich sie mir nicht bewusst nehme.

 

Nicht als Auszeit im Kalender.

Nicht als Programmpunkt.

 

Sondern einfach als Raum,

in dem ich sein darf.

 

Manchmal ist dieser Ort ganz klar.

Manchmal zeigt er sich erst,

wenn wir kurz innehalten.

 

Es kann eine Bank im Park sein,

ein stiller Platz im Wald,

ein Moment am See,

der eigene Garten,

oder ganz unspektakulär

die Küche mit einer guten Tasse Kaffee oder Tee.

 

Orte, die nichts fordern.

Die nichts erwarten.

Und genau deshalb so viel geben.

 


 

Was ich daraus für mich mitgenommen habe

 

Ich muss nicht warten,

bis alles ruhig ist,

um mir Ruhe zu erlauben.

 

Ich darf mir meinen Platz suchen.

Einen Ort,

der mir gut tut.

Ganz unabhängig davon,

ob er spektakulär ist oder nicht.

 

Seitdem frage ich mich öfter:

 

Wo kann ich heute kurz durchatmen?

Was bringt mich wieder ein Stück zu mir zurück?

 

Manchmal ist es genau dieser Platz in der Natur.

Manchmal reicht auch nur die Erinnerung daran.

Diese Sommermomente

sind für mich kein Luxus.

 

Sie sind ein Gegengewicht.

Zum Alltag.

Zum Denken.

Zum Funktionieren.

 

Und jedes Mal,

wenn ich dort sitze,

weiß ich wieder ein bisschen mehr,

was ich brauche.

 


 

Vielleicht hast du auch so einen Ort.

Oder vielleicht findest du ihn erst noch.

 

Aber vielleicht lohnt es sich,

ihm Raum zu geben.

 

Nicht für später.

Nicht für irgendwann.

Sondern für jetzt.

 

Deine ImpulsStifterin 💛

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